Das Kindergottesdienstteam hat Videos aufgenommen mit Material für Zuhause: HIER klicken.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass z.Z. alle Präsenzveranstaltungen nur unter Beachtung der "2 G-Regel" (geimpft, genesen) oder der "3 G-Regel" (geimpft, genesen, getestet) stattfinden.

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Es gelten folgende Nachweispflichten:

- Gottesdienst (3G)
- Treff nach dem Gottesdienst (2G)
- Kindergottesdienst (3G)
- Gymnastik (2G)
- Morgenbibelstunde (2G)
- Frauenhilfe / Kreativkreis (2G)
- Kirchenführungen (3G)
- Kirchenchor (2G)
- Musik zur Marktzeit (3G)
- Konzerte (2G)
- Veranstaltungen (2G)
- Gremien (3G)
(Kinder / Jugendliche bis einschl. 15 Jahre sind von der Nachweispflicht ausgenommen)

Es gelten folgende Schutzmaßnahmen in der Marienkirche:


Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher achten auf hinreichenden Abstand. Sie sind gebeten, eine FFP2-Maske zu trage  und diese mitzubringen.
Das gemeinsame Singen ist mit Maske gestattet.

Das Betreten der Kirche geschieht nur durch den Südeingang vom Kirchhof aus. Als Ausgänge stehen der Nordausgang gegenüber der Reinoldikirche und das Westportal zur Verfügung. Achten Sie bitte beim Betreten und Verlassen der Kirche auf die entsprechenden Abstände.

Besucherinnen und Besucher desinfizieren sich am Eingang die Hände. Dazu wird Desinfektionsmittel bereitgestellt.

Kollekten werden nur am Ausgang eingesammelt und je zur Hälfte den genannten Kollektenzwecken zugeführt.

Herzlich willkommen zum Gottesdienst in unserer
Evangelischen Stadtkirche St. Marien!

  


Kantor Manfred Grob, Orgel
(Info:  www.youtube.com/channel/UCw5y5zc9sX2wc8aT7lFf7zw)


>> Predigt / Andacht / Impuls zum  Sonntag <<

Predigt am 1. Sonntag nach Ep. am 9.1.2022, Joh 1, 14 -18

Liebe Gemeinde!

Leben im Licht. Das ist Gottes Werk für die Welt. Das ist Gottes Werk für Dich. Es geht um das Leben. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde und Licht. Er trennte das Licht von der Finsternis. Das Licht war gut. So schuf er Tag und Nacht (1. Mose 1, 1-5). Das Licht ist die Voraussetzung allen Lebens. Erst nach der Trennung von Licht und Finsternis werden Land und Wasser getrennt, werden die Pflanzen, die Gestirne, die Tiere und die Menschen geschaffen. So weit der Schöpfungsbericht. Wir wissen Licht ist auch im naturwissenschaftlichen Sinne die Voraussetzung zum Leben. Mit Licht binden die Pflanzen den Kohlenstoff aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft und lassen den reinen Sauerstoff frei. Licht ist Leben. Dieses Licht kann sich unter Gottes Anleitung als Leben entfalten. Tragischerweise haben sich die Menschen für das Licht ohne Gottes Anleitung entschieden. Vom unerlaubten Baum der Erkenntnis haben sie im Paradies gegessen. Den Baum des Lebens haben sie verschmäht (1. Mose 3). Dabei wissen wir: das ist symbolische Rede. Die Symbole verkörpern Wahrheit. Sie repräsentieren Wahrheit. Die Wahrheit kommt von Gott selbst. Nicht die Erkenntnis ist das Problem. Die brauchen wir unbedingt. Was uns schadet: Die Erkenntnis von Gott abzukoppeln. Die Erkenntnis und den Reichtum für uns haben zu wollen. Ganz privat. Privat kommt vom Lateinischen privare: berauben.

Das haben Adam und Eva getan, sprich der Mensch von Anfang an, sich die Erkenntnis losgelöst von Gott zu rauben. Ja, der Mensch ist von Natur aus nackt und schutzlos. Er braucht Schutz. Den hat er sich in der Dunkelheit gesucht, als er sich vor Gott verbarg. Die Dunkelheit hat der Mensch gesucht, als er in Kain anfing zu morden (1. Mose 4). Der wollte nicht Abels Hüter sein, nichts gesehen haben. Die Dunkelheit, die Finsternis eingebildeter bösartiger ausländischer Mächte sucht Präsident Tokajew in Kasachstan, wenn er heute auf seine Landsleute schießen lässt, die sich die Kleptokratie, das Raubrittertum von oben, nicht mehr gefallen lassen. Gott schafft Licht und Leben, der Mensch sucht die Finsternis und produziert Tod. Ist das so? So schwarz- weiß, so holzschnittartig? Oder ist der Mensch edel, hilfreich und gut? Urteilen Sie bitte selbst! Israel jedenfalls- und wir, wenn wir unsere jüngere Geschichte wahrnehmen, haben die Erfahrung gemacht: das Böse ist da. Menschen sterben an Gewalt. Gott hat wiederholt an seine guten Gebote und Ordnungen erinnert. Dafür hat er Propheten gesandt. Und irgendwann nach Dutzenden gesamthaft erfolglosen Versuchen sein Volk der Wegführung nach Babylon preis gegeben. Nach der Rückkehr ins verwüstete Land trat der dritte Jesaja auf. Seine Worte haben wir im zweiten Teil der alttestamentlichen Lesung gehört (Jesaja 60).

Gottes Licht kommt neu. So gewaltig, dass die Völker ringsum zum Zion kommen werden, zum Restvolk Israel rundum Jerusalems. Vor Freude werden die Verarmten strahlen. Gold und Weihrauch werden sie geschenkt bekommen. Und wir merken: da wird doch noch eine ganz andere Ebene angesprochen, wenn sogar die Sonne nicht mehr das Licht des Tages der Mond nicht mehr der Glanz der Nacht sein sollen. Die werden wohl noch da sein. Aber statt eines zeitlichen wird das ewige Licht scheinen: Gott selbst wird zum Licht. Ihn Gott, werden sie alle, werden die Völker sehen. Die wenigen sollen tausend werden, die biblische Symbolzahl für nicht mehr zu zählende Viele. Das ist die Zukunft. Wobei die irdische Zukunft und die göttliche Ankunft in einander übergehen. Die Herrlichkeit Gottes wird über dem Volk aufgehen. Gott selbst wird das ausrichten. Gottes Herrlichkeit feiern wir Erscheinungsfest, am 6. Januar, für uns leichter erfassbar als das Fest der Heiligen drei Könige. Ihre Dreizahl fußt auf den mitgebrachten Geschenken. Von Gold und Weihrauch haben wir bereits gehört, den Zeichen für Könige und Propheten. Die Priester- und Opfergabe kommt hinzu: die Myrrhe. Das schmerzlindernde Narkotikum. Diese dreifache Herrlichkeit feiert das christliche Volk Gottes, wiederum in symbolischer Dreifaltigkeit: Wo Christus die drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe erhält, wird er bereits als Säugling- man kann auch sagen von Ewigkeit her- vorherbestimmt zu seinen kommenden Ämtern als König, Priester und Prophet. Er soll und wird die Welt regieren. Das geschieht durch sein Wort, von der Umkehrpredigt in Kapernaum (Matthäus 4, 17) bis zur Abendmahlseinsetzung in Jerusalem (Matthäus 26, 17- 30) und durch sein Selbstopfer: Sein Leben wird er geben als das Lösegeld für die Vielen (Markus 10, 45).

Dieses Wirken Jesu vom Anfang bis zum Ende fasst Johannes im Vorwort seines Evangeliums zusammen (Johannes 1, 1- 18). Daraus haben wir den Schluss gehört. Jesu Herrlichkeit hat uns besucht. Die haben wir am Dreikönigstag gefeiert. Wir dürfen wieder symbolisch reden: Der König Jesus erscheint in dreifacher Gestalt, in drei wahrhaft königlichen Ämtern als König, Prophet und Priester. Von ihm hat schon Johannes der Täufer geredet, als er sagte: Siehe, das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt (Johannes 1, 29). Als Lamm Gottes lässt er die Finsternis an sich wirken und überwindet sie: der Vorhang im Tempel, der das Allerheiligste verbirgt, zerreißt (Lukas 23, 44f) und lässt Licht an Gottes Wohnort. Das Licht ist da und beleuchtet die sich ergänzenden, die aufeinander bezogenen, die von Gott her immer schon zum Heil bestimmten Lebensweisen: Geheimnisvoll heißt es in unseren Zeilen: das Gesetz ist durch Mose gegeben, Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Gesetz, die gute Gabe Gottes, seine Weisung, sein Lebensraum, ist schon uranfänglich da, im Paradiesgarten, mit dem Baum des Lebens in der Mitte (1. Mose 2, 9). Jetzt aber kommt das Leben neu, als Licht der Welt, das Weg, Wahrheit und Leben ist (Johannes 8, 12- 36). Mose hat das Gesetz mitgeteilt, eine Offenbarung Gottes. Die kam, die war da, die schien extrem hell. Als Mose mit dieser Offenbarung zum Volk kam, musste er zum Schutz des Volkes eine Decke auf sein Gesicht tun, so sehr spiegelte das Gesetz Gottes Herrlichkeit in seinem Antlitz (2. Mose 34, 33 und 2. Korinther 3, 13).

Jesu Tod und seine Auferstehung haben die Gnade Gottes in Fülle den Menschen zugeeignet. Unsere Stelle ist die konzentrierteste Wiedergabe des Wortes Gnade in der Bibel, drei mal in vier Versen. Diese Gnade Jesu ist durch sein Leiden hervorgerufen worden. Dadurch erst ist sie entstanden: Jesus hat die Verfehlung der Menschen, dazu ihre Krankheit, auf sich genommen (vergleiche Jesaja 52, 13- 53, 12), hat sie durchlitten, ist an ihnen zerbrochen- und ist dadurch zu unserem wahren Herrn und Gott geworden (Johannes 20, 28), den wohl Thomas gesehen hat und die anderen Jünger, wir aber nicht mehr. Wir erfahren die Herrlichkeit Gottes, ohne sie zu sehen, indem wir den Worten Gottes Glauben schenken (Johannes 20, 29). So werden und ereignen sie sich für uns. So werden sie unser Licht, ganz sicher und unbedingt. Und jetzt zurück lehnen, die Herrlichkeit Gottes genießen, sie in vollen Zügen einatmen? Schon, auf jeden Fall, insbesondere am Sonntag, dem Tag des Herrn, an dem Gott selber von seinen Werken ruhte und ihn mit seinem Segen ausgestattet hat. Ja, heute ist der Tag mit dem Auftrag, Gottes Gegenwart und Herrlichkeit ganz in uns aufzunehmen, sein Licht auf uns und in uns scheinen zu lassen. So hat es Gott eingerichtet, so hat er den Rhythmus des Lebens für uns vorgesehen. Schon auf diesem Wege werden wir selber Gottes Herrlichkeit ausstrahlen, als die Beschenkten, die an seinem Tag Gnade um Gnade in Fülle nehmen. Bitte, lassen Sie uns das tun, auf jeden Fall und unbedingt. Am Sonntag strahlen wir in der Ruhe, in der Anbetung, in der Freiheit, in der Gemeinschaft miteinander Gottes Gnade aus.

Dürfen wir noch einen Blick auf die übrigen Tage werfen, die ja auch unter dem verheißungsvollen Auftrag stehen, wie wir ihn vom Propheten Jesaja (60, 1) gehört haben: „Mache dich auf und werde licht, denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!“ Da werden die Völker zum Zion kommen, Zion als umfassendes Wort für das gesamte Gottesvolk. Am Sonntag lassen wir uns beschenken. An den Werktagen lassen wir Gottes Licht durch uns leuchten. Da nehmen wir den Auftrag Gottes an, den sprichwörtlichen Garten Eden zu bebauen und zu bewahren. Wie das geschehen kann? Ein Beispiel, das ich mit den beiden abgesprochen habe: Im Sommer 1994 habe ich das Ehepaar Beyer junior getraut- die beiden sind natürlich auch schon deutlich in ihren Fünfzigern. Ein Satz aus seiner Selbstvorstellung wird mir immer in Erinnerung bleiben. Denn er löst ihn mit seinem Leben ein: Ich bin Unternehmer und nicht Unterlasser. Wenn er Aufgaben sieht, die für ihn bestimmt sind, nimmt er sie an und auf und versucht, sie unter den Gesichtspunkten von Gerechtigkeit und Wahrheit zu lösen, um so Gottes uns allen geschenkte Fürsorge in seinem Bereich kund werden zu lassen. Unser gepflegtes Ensemble von Kirche und Gemeindehaus ist nach der verdienstvollen Tätigkeit seines Vaters in den letzten Jahren wesentlich sein Werk. Danke! Wir halten dabei fest: unsere Gerechtigkeit kommt von Gott selbst. Wir leben in seinem Licht. Er macht uns heil und führt uns durch die Zeit in die Ewigkeit. Aber nachdem Gott das gemacht hat, während wir das heil Werden selbst erleben, sollen wir gleichzeitig selber licht, also hell, transparent, leuchtend sein. Leuchtend für Gott. Wir sollen unsere Aufgaben wahrnehmen, wenn wir sie erkennen. Um einmal von Corona abzulenken: Seit 2014 wissen wir: die Autobahnbrücke Rahmedetal bei Lüdenscheid ist sanierungsbedürftig. Seit 2018 mit dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua sind wir besonders sensibilisiert. Seit 2021 wissen wir: Die Lüdenscheider Autobahnbrücke ist nicht mehr zu reparieren.

Was macht Gottes Licht bei und mit Ihnen? Mögen Sie Gottes Wärme und Fürsorge, seine Hilfe und Unterstützung spüren? Wissen, dass Sie ganz und gar Gottes Kind in seinem Licht sind? Und sind Sie bereit, Gottes Licht durch Sie hindurch wirken lassen? Ganz dankbar sein? Und ganz mit all ihren Gaben und Ressourcen tätig werden? Vom freundlichen Wort über ein leckeres Mittagessen bis zur verantwortlichen Schulleitung oder Bürgermeister:innenamt? Gott hat das Licht geschaffen, Licht und Finsternis voneinander geschieden. Sein Licht ist da. Heilige Drei Könige heißt: wir leben im Licht Gottes.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

C: IM, StM, Kleppingstr. 5, 44135 Dortmund

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Sammlung der "Predigten / Andachten / Impulse zum Sonntag"

Predigt am 1. Sonntag nach Weihnachten 02.01.2022 (PDF)

Predigt zum Altjahresabend 2021 (PDF)

Gottesdienst am Heiligen Abend 2021 (PDF)

Predigt am 3. Adventssonntag 12.12.2021 (PDF)

Predigt am 1. Adventssonntag 28.11.2021  (PDF)



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https://www.kollekte-online.de

oder herkömmlich per Überweisung an:

Ev. Kirche von Westfalen,  IBAN DE05 3506 0190 2000 0430 12,
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