Das Kindergottesdienstteam hat Videos aufgenommen mit Material für Zuhause: HIER klicken.


"Corona-Update" der EKvW vom 01.12.2020.

Alle Gruppentreffen und Veranstaltungen der Gemeinde fallen bis auf  Weiteres  aus:

- Treff nach dem Gottesdienst
- Gymnastik
- alle Bibelstunden
- Frauenhilfe und Kreativkreis
- Kirchenführungen
- Kirchenchor
- Musik zur Marktzeit
- "Herzhorchen"

 
Die Marienkirche bleibt zu den bekannten Öffnungszeiten geöffnet.

Gottesdienste finden z.Z. nicht statt ....

     ... und Kindergottesdienste ebenfalls nicht.
NEU: Zu Informationen über Kindergottesdienste gelangt Ihr über das gemeinsame Padlet von St. Marien und Paul-Gerhardt: https://padlet.com/katrinchristensen/qbmuqesf3b4d84y6.



Es gelten folgende Schutzmaßnahmen in der Marienkirche:


Der Abstand zwischen zwei Personen beträgt zwei Meter in jede Richtung, entsprechend sind die Plätze in der Kirche markiert. Wer zu einem Haushalt gehört, darf aber näher zusammenrücken.

Auf diese Weise reduziert sich die Zahl der Plätze in der Kirche auf mindestens 36 Einzelplätze. 72 Personen dürfen maximal am Gottesdienst teilnehmen, wenn sie jeweils in haushaltlicher Gemeinschaft wohnen und zu zweit sitzen.

Das Betreten der Kirche geschieht nur durch den Südeingang vom Kirchhof aus. Als Ausgänge stehen der Nordausgang gegenüber der Reinoldikirche und das Westportal zur Verfügung. Achten Sie bitte beim Betreten und Verlassen der Kirche auf die entsprechenden Abstände.

Besucherinnen und Besucher desinfizieren sich am Eingang die Hände. Dazu wird Desinfektionsmittel bereitgestellt.

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden sich die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in eine Liste eintragen, die einen Monat aufbewahrt wird.

Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher tragen einen Mund-Nasen-Schutz und sind gebeten, diesen mitzubringen.

Auf Berührungen wie Händedruck zur Begrüßung oder Friedensgruß wird verzichtet.

Kollekten werden nur am Ausgang eingesammelt und je zur Hälfte den genannten Kollektenzwecken zugeführt.

Das gemeinsame Singen bringt besondere Infektionsrisiken mit sich und unterbleibt deshalb.

Herzlich willkommen zum Gottesdienst in unserer
Evangelischen Stadtkirche St. Marien!

Bild Registrierung_cr_neu.jpg Bild Registrierung innen kl.JPG Bild Gottesdienst-kl-a.jpg


Kantor Manfred Grob, Orgel

https://www.youtube.com/user/Isnard81/videos


>> Predigt / Andacht / Impuls zum  Sonntag <<

Impuls zum Sonntag Okuli am 07.03.2021 über Epheser 5, 1-9

Liebe Gäste der Offenen Kirche

Sind Sie ein geliebtes Kind? Eine bis das Innerste Ihres Wesens von erfahrener Liebe durchdrungene Person? Haben Sie Annahme erlebt, auch und gerade dort, wo Sie Mühe mit sich haben, vielleicht mit Ihrem Aussehen, Ihrem Alter, Ihren Gaben, Ihrem vielleicht gelegentlich sperrigen Charakter? Spüren Sie wärmendes Licht auf sich fallen, tiefe Entspannung in Ihrem Sein ganz so willkommen, wie Sie sind? In der Weise jedenfalls schaut Gott Sie an. Egal, wie alt Sie sein mögen, welche Lebensgeschichte hinter Ihnen liegt, in welchen Herausforderungen Sie sich gerade befinden: Diese Person sind Sie: Gottes geliebtes geschätztes, in jeder Hinsicht erwünschtes Kind! Was macht diese Auskunft mit Ihnen? Lehnen Sie sich gelassen und in Frieden zurück, mit dem Gedanken: so ist es! Vermutlich hat es solche Momente in Ihrem Leben gegeben, vielleicht ist jetzt ein solcher Moment. Von Herzen wünsche ich Ihnen, genau so auf und in sich schauen zu mögen: Gelassen, in Übereinstimmung mit sich. Und dankbar für Gott der Ihnen exakt diese Zusage gibt: du bist und bleibst mein geliebtes Kind! Das ist Gottes Wunder für Sie. Christus hat es vollbracht. Durch seinen Tod hindurch, mit seiner Auferstehung, hat er Sie genau zu diesem Menschen gemacht: Sein geliebtes Kind. Ein Wunder.
 
Die lösungsorientierte Kurzzeitberatung arbeitet mit der Wunderfrage. Die geht so: Angenommen, ein Wunder wäre geschehen und ihr innigster Wunsch hätte sich erfüllt, hier vielleicht ein rundum geliebtes Kind zu sein, was würden Sie dann tun? Dann darf die beratene Person aus dem Vollen schöpfen und in ganz großer Freiheit sagen wie sie sich fühlen fühlen und wie sie handeln, wie sie ihre Träume leben würde. Hier und heute allerdings ist mehr. Wir sind weiter. Das Wunder ist Realität. Was auch immer Sie fühlen, denken und sagen: Sie sind tatsächlich Gottes geliebtes Kind. Fragen können Sie sich: nehme ich diese Kindschaft an? Gestatte ich Gott und mir, ganz in seiner Liebe zu leben? Habe ich auch den Mut zu sagen: Herr, schau dir doch meine Geschichte und mein Empfinden an! Weißt du eigentlich, was ich erlebt habe? Wie sehr ich gelitten habe, wie sehr ich mich gequält habe, es allen recht zu machen? Wie wenig ich damit wahrgenommen und gesehen worden bin? Hast du Gott eine Ahnung und nimmst du ernst, was mich bedrückt? Und wer mir das Leben zur Hölle macht? Ja, das alles gehört zum Leben vieler unter uns: von dem liebevollen Gott gehört zu haben, vielleicht ihm glauben zu wollen- und doch sich mit einer mühsamen Lebenssituation auseinandersetzen zu müssen.
 
Okuli, heißt der heutige Sonntag. Meine Augen sehen stets auf den Herrn, wie es der Beter im Psalm 25 ausdrückt. Beide Realitäten gehören zusammen. Dass Gott mich als sein Kind unendlich liebt. Dass er mich mit der Erfahrung seiner Liebe überschütten möchte. Und dass ich gelegentlich, häufig oder immer mich ganz anders erlebe. Wohin soll ich da schauen? Einfach von mir weg und auf Gott hin? Oder bevorzuge ich, auf mich hinzuschauen, denn Gott spüre ich gar nicht. Sei real, aufrichtig und ehrlich. Höret, was Gott uns sagt: nun sind wir Licht in dem Herrn. Die Chance, die Aufgabe, die Einladung der Passionszeit: den Herrn anschauen, der uns wohl ganz und gar geliebt hat, liebt und immer lieben wird, aber deswegen gerade nicht von Leid verschont worden ist, im Gegenteil: den Kreuzestod hat er auf sich genommen, um durch den Tod hindurch von seinem Vater im Himmel verherrlich zu werden. Auf diesen Herrn mögen unsere Augen sehen. Dieser Herr möge unser Leben begleiten- und verwandeln. Ein Wunder und eine Erfahrung. Ein Widerfahrnis und eine eigen Verantwortung. Meine Augen können zwar umher schweifen. Aber ich kann sie auch leiten und in eine bestimmte Richtung lenken. Vielleicht kennen Sie diesen Spruch: Die Kraft geht zur Aufmerksamkeit. Wohin Sie schauen, dahin geht ihre Konzentration, ihre Kraft, aber da kommt auch ihre Kraft, Ihre Motivation, Ihr Segen her. 
 
Auf Gott zu schauen, geradezu Gott nachzuahmen, empfiehlt unser Predigttext aus der zweiten Hälfte des Briefes an die Epheser. Er entfaltet das Leben in der Gegenwart und der Gnade Gottes. Wie Christus in der Liebe wandeln sollen wir. Das ist ein Gebot und eine Einladung zugleich, versehen mit der Warnung vor Folgen, wenn Menschen außerhalb der Praxis der Liebe leben. Gier brandmarkt der Autor unseres Briefes. Er warnt vor Gier  nach Erlebnissen zu Lasten anderer, das meint Unzucht und Gier nach Dingen, die anderen Menschen unbillig entzogen werden, das meint Habsucht. Diese Warnung spricht Paulus aus doppeltem Grund aus: die Gier verletzt zum einen die Liebe zu den Menschen. Und die Gier verletzt zum anderen die Liebe zu Gott. Nicht mehr er steht im Mittelpunkt, sondern übersteigerte Befriedigung eigenen Verlangens, etwas zu erleben oder etwas unter eigener Kontrolle zu haben. Das ist Götzendienst. Götze ist, was und wer die Aufmerksamkeit von Gott weg zieht. Das Heilmittel dagegen, hier nur ganz sparsam angesprochen: die Dankbarkeit, die Danksagung in der eigenen Rede. Sie gilt sicher konkret dem einen oder anderen Menschen, mit ihm aber zugleich Gott, der die betreffenden Menschen oder die Umstände geschaffen hat, in denen wir leben. Danksagung und die ihr zugrunde liegende Dankbarkeit ist eine Haltung, eine Sichtweise, für die ich zuständig bin: sage ich Gott Danke für mein Leben, meine Versorgung, meine Gesundheit, meine Mitmenschen? Und was ist, wenn ich die Dankbarkeit garnicht empfinde? Was soll ich dann tun?
 
Vielleicht werfe ich dann einen zweiten Blick auf Gott. Und auf meine Mitwelt. Schaue auf die Menschen an anderen Orten dieser Welt. Versetze mich hinein in ihr Ergehen, ihr Schicksal. Frage mich und, wenn es Kontakt gibt, sie selbst, wie es ihnen geht. Ich erweitere meinen Horizont. Und tue, was der Eingang unseres Abschnittes empfiehlt, was uns vielleicht erschrecken lassen mag. Ja, das steht wirklich da: Gott mögen wir nachahmen, sind wir doch zu Gottes Ebenbild geschaffen. Ich setze einfach einmal voraus, dass ich das tun soll und mit meinen Möglichkeiten auch kann. Ich tue Gutes. Liebe kann einen romantischen Charakter haben, wie beglückend, oft auch schmerzlich, ausführlicher dazu ein anderes Mal. Liebe soll aber einen ganz praktischen Charakter haben. In unseren Zeilen fokussiert Paulus die Rede, unsere eigene Rede mit Danksagung und ebenso die Rede, die wir hören und uns möglicherweise von Gott und seiner Güte ablenkt. Wem hören wir zu? Welche Botschaften lassen wir an unser Ohr dringen? Vielleicht auch: wonach gieren wir? Unterwerfen wir die Botschaften, die um unsere Aufmerksamkeit buhlen, einem liebevollen, sorgfältigen Blick und fragen: Strahlen sie Liebe und Zuwendung, Güte und Frieden aus? Sind sie aufrichtig und wahr? Erbauen die Reden andere und mich? Wenn ich sie teile, wie in den sozialen Netzwerken üblich, werden dann auch andere Menschen auferbaut? Verstehen sich die Menschen besser, wenn sie die Reden hören oder lesen? Schließlich: nehmen die Menschen Gottes Wertschätzung, Freundschaft und Liebe in ihnen wahr? Hätte unser Herr und Heiland Jesus Christus Freude an der Rede? Gott nachahmen heißt, in der Haltung und der Praxis der Liebe leben, mit der Tat und mit dem Wort.
 
Paulus und die Weisen dieser Welt wussten es schon immer, Eltern erst recht, Therapie und Forschung bestätigen heute: Wer Gott nachahmt, wer eine Atmosphäre der Liebe schafft und lebt, der erfährt: Geteilte Freude, geteilte Liebe ist doppelte Freude, doppelte Liebe: für den anderen und für mich. Andere Menschen finden Frieden, Erfüllung, Zugang zur Wahrheit und zu sich selbst, der eine und die andere zur Familie Gottes. Wir kommen zurück zum Wunder am Anfang unserer Predigt. Bei Gott leben wir in der lösungsbasierten Langzeitpraxis. Das Wunder von Kreuz und Auferstehung sind geschehen. Für immer wollen diese Ereignisse unser Leben prägen: Das Wunder der Jesus in den Tod gebenden und ihn zu ewigem Leben erweckenden Liebe Gottes. Das Wunder, dass wir ganz und gar in diese Liebe eingeschlossen werden. Dass sie für unser Leben geschehen ist. Und wir deswegen zur Liebe berufen sind. Gottes Sehnsucht: Dass alles, was er für uns getan hat, alle Wahrheit mit seiner Liebe unsere Herzen und Sinne berühren, durchdringen und verwandeln. Okuli, dieser Passionssonntag hat das Ziel: Mögen wir auf Gott schauen, dazu in der liebenden Haltung Gottes leben. Dabei den Mitmenschen erfahren lassen: du bist ein geliebtes Kind. Vielleicht stellt sich das Wunder ein: ich erlebe und spüre: auch ich bin wirklich ein geliebtes Kind, Gottes und Menschenkind.
 
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.
 
C: StM, IM, Kleppingstr. 5, 44135 Dortmund

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Sammlung der "Predigten / Andachten zum Sonntag"

Impuls am Sonntag Reminiscere am 28.02.2021 (PDF)

 Impuls am Sonntag Invokavit am 21.2.2021 (PDF)

Impuls am 3.Sonntag n. Epiphanias (PDF)

Impuls am 1.Sonntag n. Epiphanias (PDF)

Impuls am 2. So. nach Weihnachten 2021 (PDF)

 Predigt zum Altjahresabend 2020 (PDF)

Predigt am 1. Sonntag nach Weihnachten (PDF)

Predigt am Heiligen Abend 2020 (PDF)

Predigt am 3. Advent (PDF)

Predigt am 1. Advent (PDF)



Die Gottesdienst-Kollekte ist auch online möglich:

https://www.kollekte-online.de

oder herkömmlich per Überweisung an:

Ev. Kirche von Westfalen,  IBAN DE05 3506 0190 2000 0430 12,
Verwendungszweck:  Kollekte vom + Datumsangabe