Das Kindergottesdienstteam hat Videos aufgenommen mit Material für Zuhause: HIER klicken.


"Corona-Update" der EKvW:

Alle Gruppentreffen und Veranstaltungen der Gemeinde fallen bis auf  Weiteres  aus:

- Treff nach dem Gottesdienst
- Gymnastik
- alle Bibelstunden
- Frauenhilfe und Kreativkreis
- Kirchenführungen
- Kirchenchor
- Musik zur Marktzeit
- "Herzhorchen"

 
Die Marienkirche bleibt zu den bekannten Öffnungszeiten geöffnet.

Gottesdienste finden z.Z. nicht statt ....aber "Offene Kirche"

     .... Kindergottesdienste ebenfalls nicht.
Aktuell:Zu Informationen über Kindergottesdienste gelangt Ihr über das gemeinsame Padlet von St. Marien und Paul-Gerhardt: https://padlet.com/katrinchristensen/qbmuqesf3b4d84y6.



Es gelten folgende Schutzmaßnahmen in der Marienkirche:


Der Abstand zwischen zwei Personen beträgt zwei Meter in jede Richtung, entsprechend sind die Plätze in der Kirche markiert. Wer zu einem Haushalt gehört, darf aber näher zusammenrücken.

Auf diese Weise reduziert sich die Zahl der Plätze in der Kirche auf mindestens 36 Einzelplätze. 72 Personen dürfen maximal am Gottesdienst teilnehmen, wenn sie jeweils in haushaltlicher Gemeinschaft wohnen und zu zweit sitzen.

Das Betreten der Kirche geschieht nur durch den Südeingang vom Kirchhof aus. Als Ausgänge stehen der Nordausgang gegenüber der Reinoldikirche und das Westportal zur Verfügung. Achten Sie bitte beim Betreten und Verlassen der Kirche auf die entsprechenden Abstände.

Besucherinnen und Besucher desinfizieren sich am Eingang die Hände. Dazu wird Desinfektionsmittel bereitgestellt.

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden sich die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in eine Liste eintragen, die einen Monat aufbewahrt wird.

Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher tragen einen Mund-Nasen-Schutz und sind gebeten, diesen mitzubringen.

Auf Berührungen wie Händedruck zur Begrüßung oder Friedensgruß wird verzichtet.

Kollekten werden nur am Ausgang eingesammelt und je zur Hälfte den genannten Kollektenzwecken zugeführt.

Das gemeinsame Singen bringt besondere Infektionsrisiken mit sich und unterbleibt deshalb.

Herzlich willkommen zum Gottesdienst in unserer
Evangelischen Stadtkirche St. Marien!

 Bild Registrierung innen kl.JPG  Bild Gottesdienst-kl.JPG


Kantor Manfred Grob, Orgel

https://www.youtube.com/user/Isnard81/videos


>> Predigt / Andacht / Impuls zum  Sonntag <<

Impuls zum Sonntag Kantate, 2.5.2021 über Lukas 19, 28-40

Liebe Gäste in der Offenen Kirche

Jesu Einzug nach Jerusalem ist seit der letzten Reform gottesdienstlicher Lesungen vor zwei Jahren dreimal jährlich das Sonntagsevangelium. Das Kirchenjahr beginnt am ersten Advent mit dem Bericht von Jesu Einzug nach Jerusalem in der Fassung von Matthäus. Angesagt wird der prophetische König, der die Endzeit heraufführt. Am Palmsonntag hören wir den Einzug Jesu in die hoch gebaute Stadt nach Johannes. Dort erinnert sich die Menge an Jesu Auferweckung des Lazarus. Es geht zum Beginn der Karwoche um Jesu Leiden in der Hoffnung der Auferweckung nach dem Tode. Heute, in der Mitte der österlichen Freudenzeit, steht in lukanischer Fassung bei Jesu Einzug in Jerusalem der Lobpreis der Jünger gegen den Protest der Pharisäer im Mittelpunkt. Jesus bescheidet die frommen Leisetreter mit der scheinbar absurden, gerade darin im Blick auf die Jünger symbolisch wahren Rede: „Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien“. Was sich überhaupt nicht äußern kann, was töter als tot ist, was hart und völlig unbeweglich ist, das soll Jesus beredt loben und preisen. Das ist heute die Botschaft zu Kantate, zu Deutsch: Singet dem Herrn. Oder singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder, wie der Eingangspsalm lautet. Das Wunder ist: wenn Jesus nach Jerusalem kommt, dann siegen Wahrheit und Gerechtigkeit, Liebe und Leben. Es stimmt schon, dass er dort zunächst scheinbar grandios scheitert. Als Verbrecher wird er getötet. Aber als König des Lebens steht er wieder auf. Und nimmt alle, die an ihn glauben, mit zum ewigen Leben.

Ein Wunder könnten wir schon brauchen in dieser Zeit. Sind wir doch jetzt zugunsten des Infektionsschutzes aufgefordert, nicht zu singen, nicht zu lobpreisen, den Mund zu halten. Denn von uns könnte mit offenem Mund, mit lauter Stimme, mit enthusiastischer Begeisterung tödliche Krankheit ausgehen statt Leben schaffende Ermutigung einziehen. Das jedenfalls sagen uns die Epidemologen. Wir glauben der Wissenschaft. Und tun, was Not tut. Schon ok. Und wir wissen zugleich: Hinter Jesu Auskunft von den schreienden Steinen liegt noch eine viel tiefere Wahrheit, in Kraft und Vollmacht. Eine Entdeckung menschlicher Verwurzelung, Herkunft und Zukunft. Eine Einpflanzung in Gottes Wahrheit. Eine Freisetzung in schon geschehene und in noch kommende, vollendete Verwandlung. Der Lobpreis Gottes und seines Sohnes Jesus Christus bringen in das Bewusstsein, damit aber auch in das Sein, was Gott mit seinem Volk gemacht hat und noch vorhat.

Könnte es sein, dass wie auf dem Saul unserer alttestamentlichen Lesung auf unserer Gesellschaft ein böser, kollektiver Geist lastet? Einer der uns in immer mehr Dimensionen bindet, festhält, niederdrückt, wie mit unsichtbaren Nylonseilen fesselt? Der dreieinige Gott wünscht sich, dass die Wahrheit unter uns bekannt wird. Er wünscht sich, dass die Wahrheit uns frei macht. So unterrichtet Jesus seine Jünger (Johannes 8, 32). Dass wir deswegen wirklich frei sind, sagt er (Joh 8, 36). Wahrheit ist objektiv. Sie steht für sich. Sie ist einfach da. Kraft gewinnt die Wahrheit allerdings subjektiv. Ganz persönlich. Genau dann, wenn ich mich zu der Wahrheit verhalte. Wenn ich sie festhalte, wenn ich sie einverleibe im Glauben, wenn ich sie teile im Reden- und eben im Singen. Wobei: das Singen an sich ist eine Unterstützung und Verstärkung, ein freudiger Gebrauch der Wahrheit. Ist das momentan nicht symbolträchtig: die Natur wacht im Frühling auf, wird grün, der Zeitgeist wird grün und dementsprechend wird sogar für manche unerwartet die Rechtsprechung grün.

Was bis Donnerstag unvorstellbar schien, das wird jetzt Rechtsnorm: Gesetze müssen nicht nur gegen Infektionen schützen, sondern auch gegen die Strangulierung unserer Lebensmöglichkeiten an sich. Möglich macht das die äußere Bedrängnis, vor allem aber die in den Herzen und Sinnen der Menschen neu einwohnende Gewissheit: wir sind verantwortlich für das Leben. Auf unser Handeln kommt es an, wenn wir das Leben unserer kommenden Generationen erhalten wollen. Mehr noch: ob wir wollen oder nicht, wir sind grundgesetzlich verpflichtet, Lebensgrundlagen zu schützen. Die unantastbare Würde des Menschen braucht das Leben an sich als Voraussetzung. Das ist inzwischen angekommen. Den alten philosophischen Widerstreit zwischen dem idealistischen und dem materialistischen Denken, den Kampf zwischen Bewusstsein und Sein, fegt die Wirklichkeit gerade hinweg. Wir erkennen allmählich: gesundes Leben braucht gesunde Lebensbedingungen. Gesunde Lebensbedingungen fußen auf Einsicht in die Wahrheit. Auf der Verbreitung von Wahrheit. Auf der geistigen und gefühlsmäßigen Akzeptanz von Wahrheit. Die Wahrheit an sich schreit so laut, dass sogar die Steine sie zu Gehör bringen könnten, meint Jesus. Besser allerdings, wenn Sie, liebe Gäste, die Wahrheit vom Leben dank Jesus selber in der Rede, im Leben zu Geltung bringen. Wenn Sie sich mit ihrem Bekenntnis, mit ihrem Lied, mit Ihrem Einsatz, mit allem, was Sie ausmacht, auf die Seite des Lebens stellen. Wenn Sie die Wahrheit zur Wirkung bringen.

Eben dazu fordert uns die gesamte Bibel auf. Alle Belehrung des Alten und Neuen Testamentes. Unser heutiges Evangelium von Jesu Einzug nach Jerusalem nach Lukas tut das. Ebenso der alttestamentliche Bericht Samuels über den depressiven Saul und seinen Therapeuten David mit der Harfe als der wahrhaft wirksamen Waffe. Und ebenfalls die neutestamentliche Anleitung aus dem Brief an die Kolosser zum vergebungsbereiten, liebevollen und lobpreisenden Gemeindeleben. Sie alle flehen uns an: Gebt der Wahrheit vom König im Namen des Herrn Raum! Lasst sie in Euren Herzen wohnen! Macht diese Botschaft zum Elixier eures Lebens. Ist Gott, der Vater, Fels und Fundament deines Lebens? Ist Jesus in deinen Alltag eingezogen? Gibst du ihm in deinem Herzen Raum? Tust du ihn in deinem Denken und Reden kund? Spricht der Leben schaffende Geist Gottes aus dir? Oder so gefragt: Bist du unterwegs nach Jerusalem? Hast du das Lied von Master KG und den Tanz dazu vor Augen und im Ohr: Jerusalema. Die einfache Botschaft des Liedes: mein Königreich ist nicht von hier. Schütze mich. Begleite mich. Jerusalem ist meine Heimat. Kantate, die Aufforderung heute, heißt mitten im Leben, mitten durch das Leben: Mit und dank dem vollen Gotteslob habe guten Weg, gute Reise in unsere gemeinsame himmlische Heimat Jerusalem!

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

C: StM, IM, Kleppingstr. 5, 44135 Dortmund

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Sammlung der "Predigten / Andachten / Impulse zum Sonntag"

Impuls zum Sonntag Misericordias Domini 18.4.2021 (PDF)

 Impuls zum Sonntag Quasimodogeniti 11.4.2021 (PDF)

Predigt am Karfreitag, 02.04.2021 (PDF)

 Offene Kirche am Palmsonntag, 28.03.2021 (PDF)

 Impuls zum Sonntag Judika am 21.03.2021 (PDF)

Impuls zum Sonntag Okuli am 7.3.2021 (PDF)

Impuls am Sonntag Reminiscere am 28.02.2021 (PDF)

 Impuls am Sonntag Invokavit am 21.2.2021 (PDF)



Die Gottesdienst-Kollekte ist auch online möglich:

https://www.kollekte-online.de

oder herkömmlich per Überweisung an:

Ev. Kirche von Westfalen,  IBAN DE05 3506 0190 2000 0430 12,
Verwendungszweck:  Kollekte vom + Datumsangabe