Wegen des Corona Virus finden ab dem 14.03.2020 bis einschl. 20.04.2020
keine Veranstaltungen im Gemeindehaus und keine Gottesdienste statt.

Die Kirche ist geöffnet: Di.-Fr. 10 - 12 Uhr, 14 - 16 Uhr, Do. auch 16 - 18 Uhr, Sa. 10 - 13 Uhr, So 10 - 12 Uhr

Gottesdienstliche und Seelsorgliche Angebote der Ev. Kirche von Westfalen in Zeiten der Corona Krise finden Sie hier.


Und hier der Link auf alle digitalen Angebote des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund - EKKDO:
https://www.ev-kirche-dortmund.de/ueber-uns/aktuelles/artikel/news/artikel/digitale-kirche-in-zeiten-von-corona.html


Ostersonntag, 12.04.2020, 9:30 Uhr ZDF-Gottesdienst mit Präses Dr. Annette Kurschus
https://rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-tv/zdf-gottesdienst/ostern-beruehrt-dich-10966

     

Ein kleiner Mutmacher für jeden Tag

Pfarrer Ingo Maxeiner empfiehlt auch dies tägliche Wort zur Ermutigung aus dem Ev. Kirchenkreis Hattingen-Witten, verantwortlich Superintendentin Julia Holtz.

https://youtu.be/14zYt-drkLs


 
Presbyterium 2020 - 2024

Die Evangelischen Kirche von Westfalen hat durch die Kirchenleitung folgende Gesetzesvertretende Verordnung erlassen, betreffend die Übertragung des Amtes der Presbyterinnen und Presbyterin der Evangelischen Kirche von Westfalen:

§ 29 „(2a) 1Soweit eine Bekanntmachung durch Abkündigung gemäß Absatz1 auf Grund staatlicher Gesetze oder Verfügungen zum Infektionsschutz nicht möglich ist, erfolgt die Bekanntmachung durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Kirchengemeinde und/oder im Schaukasten der Kirchengemeinde. 2An die Stelle des Tages der Abkündigung gemäß § 10 Absatz 2 und § 29 Absatz 2 Satz 2 tritt der Tag der Veröffentlichung.“

Diese Presbyterinnen und Presbyter der Ev. St. Mariengemeinde sind mit Unterzeichnung der schriftlichen Erklärung zur Amtsein­führung offiziell in ihr Amt eingeführt:

„Ich gelobe vor Gott und dieser Gemeinde, das mir übertragene Amt im Gehorsam gegen Gottes Wort gemäß dem Bekenntnisstand dieser Gemeinde und nach den Ordnungen der Kirche sorgfältig und treu auszuüben. Ich gelobe, über Lehre und Ordnung in dieser Gemeinde zu wachen, die mir anvertrauten Aufgaben und Dienste zu übernehmen und dazu beizutragen, dass in der Gemeinde Glaube und Liebe wachse. Ich erkenne die Theologische Erklärung der Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche von Barmen als eine schriftgemäße, für den Dienst der Kirche verbindliche Bezeugung des Evangeliums an.“

Ralf Beyer, Katrin Christensen, Stefan Dreist, Renate Fischer, Ingrid Lydia Hannig, Dr. Thorsten Ziebach.

Dortmund, den 24.3.2020



Kantor Manfred Grob, Orgel

https://www.youtube.com/user/Isnard81/videos


>> Andacht zum  Sonntag<<

Wort zum Palmsonntag (05.04.2020) über Johannes 3, 14f


Liebe Leserin, lieber Leser

Normalität zieht in unser Leben ein, freilich in modifizierter Form: Es ist normal, zuhause zu bleiben, keinerlei öffentliche Veranstaltungen vorzufinden und wenn man doch nach draußen geht, einander auszuweichen, anstatt einander herzlich mit Handschlag oder Umarmung zu begrüßen. Wobei: gelegentlich kommt es bereits vor, dass einander unbekannte Menschen sich auf dem Westenhellweg mit Kopfnicken begrüßen - vor vier Wochen noch undenkbar auf einer der belebtesten Einkaufsstraßen Deutschlands. Veränderte Normalität bringt angepasste Lebensformen hervor. Kinder werden im homeoffice mit betreut, extrem anstrengend für viele. Eine Kollegin berichtete in der virtuellen Pfarrkonferenz, dass ihre vorpubertären Kinder in diesen Tagen dauernd Hunger hätten.

Auch wir in St. Marien pflegen eine neue Normalität. Veranstaltungen sind abgesagt, aber unsere Kirche ist noch zu den regulären Zeiten, einschließlich sonntags geöffnet. Manche Menschen kommen zu ihrer Tagesstrukturierung zu bestimmten Zeiten in die Kirche. Zwei Musiklehrerinnen kommen mit Bratsche oder setzen sich ans Klavier. Und wie vielerorts wird renoviert, werden Wartungsarbeiten und Kleinreparaturen durchgeführt, im Gemeindehaus und in der Kirche. Konferenzen werden mit elektronischen Medien abgehalten. Über die Kommunikationssysteme Zoom und Teams haben wir Pfarrkonferenz und Sitzungen durchgeführt. Statt sich auf den Weg zu machen, kocht man sich noch eine Tasse Tee und setzt sich mit ihr an den Bildschirm. Die Konferenzdisziplin ist hoch: die Moderation steuert das Geschehen per Mikrofonfreigabe.

 Vor Ort pflegen wir viele Einzelkontakte im Wesentlichen per Telefon oder per mail, wobei ich einen Krankenhausbesuch auch per facetime absolviert habe. Mit der technisch vorgebildeten Dame habe ich über ihr Handy und meinen Bildschirm kommuniziert. Alle unsere Gruppenmitglieder in der Frauenhilfe, im Kreativkreis, in den drei Chören, in der Mitarbeiterschaft erhalten mindestens einen Anruf pro Woche, bekommen die Chornachrichten von Gisela Schneider oder erhalten auf Wunsch dieses Format, das ein wenig meine persönlichen Erfahrungen anspricht und mit einer biblischen Botschaft verbindet. Sie wird anschließend von Ehepaar Fischer auf der homepage der Gemeinde eingestellt. Zu meiner Normalität gehört neben den vielen telefonischen Gesprächen und reichlichen mails (und natürlich vielen Läufen und Radfahrten, während das Krafttrainingsstudio geschlossen hat) die Freude am wiederholten Lesen, momentan einer sechs bändigen Theologie des Neuen Testaments des inzwischen verstorbenen Hamburger Professors und Landesbischofs in Nordelbien Ulrich Wilckens.

 Am Palmsonntag feiern wir den paradoxen (gegen den Anschein geschehenden) Herrschaftsantritt Jesu. Er ist ein König, wenn auch nicht von dieser Welt (Johannes 18, 36.f)  Im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf die am kommenden Sonntag beginnende Karwoche habe ich mich mit einigen der damals vorherrschenden jüdischen religiösen Gruppen und Richtungen befasst und finde erstaunliche Parallelen zum heutigen geistlichen Leben bei uns - ohne gleich so weit gehen zu wollen wie der Prediger Salomo, der in seinem einleitenden Kapitel schreibt (1, 9): „es geschieht nichts Neues unter der Sonne“. Vier Richtungen prägten die damalige Zeit. Deren Kenntnis erweitert unser Verständnis aktueller gesellschaftlicher und politischer Phänomene:

 Die Sadduzäer des 2. vorchristlichen Jahrhunderts bis zur Zerstörung des zweiten Tempels 70 nach Christus bildeten im Wesentlichen die vornehme, gelehrte, konservative Priesterkaste, die freilich religiös aufgeklärt war, nicht an die dem Verstand unzugängliche Auferstehung von den Toten glaubte und ein gutes Verhältnis mit den Machthabern pflegte - oder sollte man sagen, sich arrangierte. Vermittlung und Ausgleich waren ihnen wichtig. Im Gespräch und im Kontakt wollten sie bleiben, wussten sie doch um die institutionelle Einbindung der gesellschaftlichen Kräfte. Im sadduzäischen Modell bewege ich mich in meinen Aufgaben als Vorsitzender des Presbyteriums und der Stiftung, deren rechtliche Rahmenbedingungen von Kirche und Staat gleichermaßen gesetzt werden: Beglaubigungen zB sind delegierte staatliche Hoheitsakte.

 Die Pharisäer rekrutierten sich aus den (klein)städtischen Bevölkerungsgebieten und auch Jerusalem als eine Parteiung der Frommen. Sie hielten das Leben und den Betrieb am Laufen - wie heute die Vertretenden der sogenannten systemrelevanten Berufe - und waren vorbildlich diakonisch engagierte Leute. Dafür gebührt ihnen große Wertschätzung. Dabei verstanden sie sich als die innerweltlich Agierenden, dennoch Abgesonderten. Sie hielten Kontakt vorzugsweise mit den Ihren, übten starke Sozialkontrolle aus und belehrten gerne, manche unermüdlich, die Mitmenschen über die einzuhaltenden Gebote Gottes. Mit dieser Verhaltensweise konnten sie ihren Mitmenschen ganz schön auf die Nerven gehen und bildeten gelegentlich auch einen Dünkel aus (siehe das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner, Lukas 18, 9- 14).

 Johannes der Täufer gehörte vermutlich zu den rigoristischen Essenern. Er ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig und trug ein Kamelhaargewand auf bloßer Haut (Matthäus 3, 4). Als Sohn des Priesters Zacharias war er mit dem Jerusalemer Tempelbetrieb vertraut, wirkte aber als Täufer in der judäischen Wüste (Matthäus 3, 1). Seine Herkunft prädestinierte ihn zum Mittler zwischen volksnaher Religionspraxis als Bußprediger und Täufer einerseits und sektenhafter Abgeschiedenheit andererseits. In der Wüstengegend lebten weitere Essener (zB in den Höhlen von Qumran) in einer abgeschlossenen Sondergemeinschaft, durchaus aber mit dem Anspruch, einen wesentlichen Beitrag für die religiöse Gemeinschaft zu erfüllen: während sie die Massen für verderbt hielten, schätzten sie sich ein als die einzig verbliebenen Gerechten und Heiligen, die stellvertretend für das oberflächlich lebende Volk Gottes Gesetze und Gebote an einem für oberflächliche Verlockungen und Vergnügungen unzugänglichen Ort einhielten. Sie seien es, die das wahre Volk Israel vor Gott repräsentierten. Darin berühren sie sich mit den heutigen ultraorthodoxen Juden in ihrem Jerusalemer Viertel Mea Schearim - und mit christlichen oder sektiererischen Sondergemeinschaften.

 Die letzte Gruppe bilden die sehr unterschiedlich orientierten und auch in allen drei obigen Kreisen vorkommenden Apokalyptiker, die in bedrohlichen Ereignissen die strafende Hand Gottes sahen (und sehen). Sie kritisieren eindringlich die aktuellen Verhältnisse, warnen schwarzseherisch und lautstark vor den kommenden unausweichlichen Ereignissen - und rechtfertigen so häufig ihren Rückzug in den privaten Raum, in dem sie fröhlich gut für sich selbst sorgen und feiern.

 Inmitten der vier dargelegten Gruppen - und im Kraftfeld zwischen Besatzungsmacht und Volksreligion - wurde Jesus bei seinem Einzug auf dem Lastentier des armen Mannes von der Jerusalem Bevölkerung triumphal empfangen - nur um fünf Tage später am Kreuz für alle sichtbar erhöht ermordet zu werden. Mit diesem Ereignis wird der Leitvers des kommenden Sonntags aus der Nikodemusgeschichte (Johannes 3, 1- 21) in Verbindung gebracht. Er lautet: „Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben“. Jesus selbst bezieht sich mit seinem kommenden Ergehen an Karfreitag auf die eigentümlich klingende Geschichte aus dem vierten Buch Mose 21, 4- 9, wo die eherne Schlange aufgerichtet wird. Auf sie sollten im Lager alle, die nach der kollektiven Versündigung des Volkes Israel von den giftigen Feuerschlangen gebissen wurde, schauen, um gerettet zu werden und am Leben zu bleiben, durch den eigenen Schmerz hindurch. Der hergestellte Zusammenhang will sagen: Jesus kommt in die geistliche Hauptstadt seines Volkes, um dort den Sieg über die verderbliche Sünde aller zu erringen. Selber wird er vom Tode zum Leben gelangen und den Menschen, die das schreckliche Ereignis als Rettungstat für sich akzeptieren, Rettung für Zeit und Ewigkeit zu gewähren. Nur durch Jesu Verzicht auf seine unübertreffliche Königswürde und sein Leben als Gott und Mensch erhalten wir das wahre Leben - das aber gilt ganz gewiss.

 Was auch immer in den nächsten Tagen an ganz fremden oder an neu normalen Ereignissen geschehen mag, mögen Sie mit dieser Zusage aus dem Osterlied von Christian Fürchtegott Gellert (EG 115, 1)  in die kommende Karwoche gehen: Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken. Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.

Herzliche Grüße von

Ev.St. Marien-Kirchengemeinde
Ingo Maxeiner, Pfarrer
Vorsitzender des Presbyteriums
und der Kulturstiftung
Kleppingstr. 5
44135 Dortmund
Tel:  0231 526548
Fax: 0231 554103
ev.st.mariengemeinde@t-online.de



Sammlung der "Andachten zum Sonntag"

Andacht zum Sonntag Laetare (PDF)

Andacht zum Sonntag Judica (PDF)

Wort_zum_Palmsonntag (PDF)



Kindergottesdienst

Liebe Kinder, Eltern und Großeltern, Freundinnen und Freunde des Kindergottesdienstes in St. Marien,
obwohl Corona uns zu einer Pause zwingt, gibt es eine Fülle von Angeboten für Gottesdienste mit Kindern. Ideen und Vorlagen, wie Ihr auch als Familie Zuhause Kindergottesdienst feiern könnt, findet ihr hier: https://kindergottesdienst-westfalen.ekvw.de/

Und natürlich gibt es dort auch Informationen zu weiteren tollen Kindergottesdienst - Online - Aktionen für Kinder.

Mein Kollege Uli Walter hat die Geschichte von Jona als Datei und als vorgelesene Geschichte bearbeitet. Hier geht es zum Video:  https://youtu.be/oekUfSIN7nU

Aber auch die Bewegung und das Singen muss nicht zu kurz kommen.
Mein Freund Reinhard Horn bietet am kommenden Freitag sein erstes INTERNET-Konzert für die ganze Familie an!
Er schreibt dazu: „Was ist das Beste in dieser besonderen Zeit? Natürlich: Lachen, Singen und Tanzen! Und so werde ich live aus meinem Verlag 45 Minuten lang mit meinen Liedern alle ? Groß und Klein ? mitnehmen in meine Liederwelt! So machen wir aus eurem Wohnzimmer einen Konzertsaal!

Das Konzert findet am Freitag, den 27. März 2020 ab 15 Uhr statt!
Und hier ist der Link zum Konzert:  www.k-mv.eu/livekonzert

Herzliche Grüße und bleibt gesund,

Eure Beate

Pfarrerin Beate Brauckhoff
beate.brauckhoff@t-online.de